38 Fotos 15 Arten


Einleitung

Die Stacheln der Seeigel sitzen auf kleinen Gelenkhöckern und sind durch Muskeln teilweise beweglich.

Die Ausbildung der Stacheln, deren Größe, Funktion usw. können je nach Art sehr unterschiedlich sein.

Bei den regulären Seeigeln werden drei Haupttypen unterschieden, bei den irregulären gar zehn bis zwölf.

Die Stacheln dienen vor allem zum Schutz vor Räubern wie Seesternen großen Schnecken und Fischen und können bei einigen Arten beim Stechen sogar Gift abgeben, besonders giftig dabei sind die Lederseeigel (Feuerseeigel).

Es gibt Seeigel, die sich mit ihren Stacheln in Hartsubstrate wie Korallenriffe und Felsen einbohren. In seltenen Fällen wird mit den Stacheln angetriebene Nahrung eingefangen.

Bewohner der Sandböden benutzen ihre Stacheln auch zur Fortbewegung.

Tritt man auf einen Stachel, bricht dieser unter Umständen ab und bleibt im Fuß stecken, was zu schmerzhaften eitrigen Entzündungen führen kann.

Bei einigen Arten sind die Stacheln zudem schwierig zu entfernen.


Asthenosoma marisrubris ( Rotmeer Feuer Seeigel )

Maximaler Durchmesser mit Stacheln: 25 cm

Dieser sehr schöne Seeigel ist äußert giftig.

Nachtaktiv, weiße Giftblasen an den Stachelspitzen, ihre Stiche sind sehr schmerzhaft.

Foto 1 Johnny: Hurghada Ägypten

Fotos 2 - 3 Lembeh Strait Nord - Sulawesi


Asthenosoma varium ( Feuerseeigel )

Maximale Größe: 25 cm

Sehr schöner Seeigel, aber auch sehr giftig.

Ich kann ein Lied davon singen, leider war ich beim fotografieren eines dieser Seeigel nicht aufmerksam genug, und berührte mit der Hand einen der etwas hinter dem lag den ich fotografierte. Es war das schmerzhafteste Erlebnis das ich unter Wasser hatte, da sind Feuerkorallen gar nichts dagegen. Also Vorsicht!!! 

Haben eine variable Färbung.

Foto 1 Astrid: Bangka Island North Sulawesi


Astropyga radiata ( Roter Diadem Seeigel )

Maximale Größe: 45 cm

In Gruppen stehende dunkelrote Stacheln, Radialzonen mit Reihen leuchtend blauer Punkte die stachelfrei sind.

Man findet sie auf Sandböden, oft in Gruppen ( Foto 3 ).

Es können schmerzhafte Verletzungen durch die Stacheln entstehen.

Foto 1 Astrid: Lembeh Strait Nord - Sulawesi

Fotos 2 - 3  Johnny: Lembeh Strait Nord - Sulawesi


 Diadema antillarum ( Antillen - Diadem - Seeigel)

Maximale Größe: 20 cm

Tiefe: 0 - 40 m

Häufig in karibischen Gewässern, er ist ein harmloser Algenfresser, dennoch sollten Taucher, Schnorchler und Badegäste sehr vorsichtig mit dem Tier umgehen.
Seine feinen stacheligen Dornen dringen leicht in die Haut ein und brechen dort ab, wobei  sie dort Infektionen und schmerzhafte Wunden verursachen!
Die Stacheln des Seeigels sind dunkel lila bis schwarz, manchmal auch gräulich bis weiß.
Die Stacheln junger Seeigel können gebändert sein.

Foto 1 Johnny: Hurghada Ägypten

Foto 2 Johnny: Bonaire Karibik


Diadema paucispinum  ( Nadel Diadem Seeigel )

Maximaler Durchmesser: 25 cm

Durch ihre Stacheln sind sie gut vor Räubern geschützt und bieten auch vielen Tieren wie kleinen Fischen oder Fischbrut einen sehr guten Schutz vor Fressfeinden.

Nachtaktiv, tagsüber perfekt in Rifflöchern verkeilt.

Foto 1 Johnny: Bangka Island North Sulawesi


Diadema setosum ( Diadem Seeigel )

Maximaler Durchmesser mit Stacheln: 50 cm

Er verursacht schmerzhafte Wunden mit seinen langen giftigen Stacheln.

Er hat 5 Lichtsinnesorgane die als weiße Punkte zu erkennen sind.

Häufig in dichten Gruppen.

Schabt Algen ab.

Foto 1 Johnny: El Qesir Ägypten

Fotos 2 - 3 Johnny: Hurghada Ägypten


Echinothrix calamaris ( Bleistift Diadem Seeigel )

Maximaler Durchmesser mit Stacheln: 30 cm

Die Stacheln sind quergebändert und giftig.

Bewohnt flache Fels - und Korallenriffe.

Fotos 1 - 3 Johnny: Hurghada Ägypten


Eucidaris tribuloides ( Karibischer Lanzen Seeigel )

Maximaler Durchmesser mit Stacheln: 10 cm

Tiefe 3 - 23 m

Dicke, zylindrische und stumpfe Stacheln.

Heller bis dunkelrötlichbrauner Körper.

Ihre Stacheln sind oft mit diversen Organismen behaftet.

Oft an geschützten Stellen versteckt.

Foto 1 Johnny: Bonaire Karibik


Heterocentrotus mamillatus ( Griffel Seeigel )

Maximaler Durchmesser mit Stacheln: 30 cm

Diese Art ist tagsüber in Riffspalten verkeilt, nachts frißt sie Algen.

Fotos 1 - 5 Johnny: Hurghada Ägypten

Fotos 6 - 7 Johnny: Moalboal Philippinen


Mespilia globulus ( Kugel Seeigel )

Maximale Größe: 6 cm 

5 oder 10 Stachelbänder, dazwischen je ein blaues Feld ohne Stachel.

Beheimatet auf Geröll und Hartgrund, an dem er Algen abschabt.

Foto 1 Johnny: Bangka Island Nord - Sulawesi

Foto 2 Astrid: Moalboal Philippinen


Metalia sternalis ( Herz Seeigel )

Maximale Länge: 5 cm

Maximale Tiefe: 5 - 25 m

Auffällig sind die feinen Stacheln/Haare, die der Herzseeigel am ganzen Körper hat, vermutlich zu seinem Schutz.
Wie alle Herzseeigel lebt auch er im Sand vergraben.

Fotos 1 - 2 Johnny: Bangka Island Nord - Sulawesi


Microcyphus rousseaui ( Rousseaus Seeigel )

Maximaler Durchmesser mit Stacheln: 5 cm

Rund um seinen Körper hat er 5 Linien die zickzackartig sind, sie haben an diesen Stellen keine Stacheln.

Lebt zwischen Seegras, Geröll und Felsen.

Selten zu finden.

Fotos 1 - 2 Johnny: Hurghada Ägypten 


Parasalenia gratiosa ( Weißspitzen Seeigel )

Maximaler Durchmesser mit Stacheln: 5 cm

Dieser Igel kommt in der Regel in einer Wassertiefe von bis zu 70 Meter vor.

Foto 1 Johnny: El Qesir Ägypten

Fotos 2 - 3 Johnny: Bali Indonesien


Tripneustes gratilla ( Pfaffenhut Seeigel )

Maximale Größe: 12 cm

Tiefe: bis 25 m

Giftige, zangenartige Anhänge.

Variable Farben: von creme zu rot oder schwarz.

Tarnt sich oft mit Abfallstoffen.

Fotos 1 - 2 Johnny: Hurghada Ägypten


Tripneustes ventricosus ( Seegras Seeigel )

Maximaler Durchmesser mit Stacheln: 15 cm

Tiefe: 0 - 10 m

Dichtbedeckt mit kurzen, weißen Stacheln.

Der Körper ist meistens schwarz, jedoch gibt es auch dunkelpurpurne oder rötlichbraune.

In Seegraswiesen, manchmal auch in seichten Riffen zu finden.

Foto 1 Johnny: Bonaire Karibik