5 Fotos 3 Arten

Den populären Namen "Fangschreckenkrebs" haben die Tiere weil die Fangmethode stark an die einer Gottesanbeterin erinnert. Manchmal werden sie auch Heuschreckenkrebs genannt. Während der Fangschlag einer Gottesanbeterin ungefähr 100 Millisekunden dauert, ist die Bewegung bei den Meeresbewohnern rund 50-mal schneller. Diese unglaubliche Leistung ist eine der schnellsten Bewegungen im Tierreich. 
Durch die enorme Geschwindigkeit verdampft das Wasser zu kleinen instabilen Bläschen, die sofort mit einem lauten Knall implodieren. Dieses physikalische Phänomen ist als "Kavitation" bekannt


Harlekin - Fangschreckenkrebs ( Odontodactylus scyllarus )

Maximale Länge: 18 cm

Das Tier lebt in einer Tiefe von 10-30 Metern. Sie bauen einfache U-förmige Höhlen aus Gestein.

Die Färbung ist Oliv oder grün und sie haben rote Schlagwaffen.

Eindeutig erkennbar an dem Leopardenmuster auf dem seitlichen Carapax.

Sie können bis zu 6 Jahre alt werden.

Geschlechtsunterschiede sind auch an der Färbung zu erkennen. Weibchen sind olivbraun, Männchen grün. 

Fotos 1 - 3 Johnny: Lembeh Strait Nord - Sulawesi


Heuschreckenkrebs - Schmetterer ( Odontodactylus stomatopoda )

Maximale Länge: 5 cm Es gibt eine Vielzahl verschiedener Arten von Heuschreckenkrebsen. Bekannt sind sie für ihre aggressiven Jagdmethoden. Ein Paar ihrer Fangbeine ist besonders lang und unter dem Körper eingekrümmt. Es wird zum Schlagen und Fangen der Beute benutzt. Dabei schnellt das eingekrümmte Beinpaar mit einer Geschwindigkeit von 14 bis 23 Metern pro Sekunde in einem „Tritt“ nach vorne und zertrümmert die Schale von Schnecken und anderen Weichtieren, die die Hauptnahrungsquelle des Heuschreckenkrebses darstellen. Diese Bewegung läuft 50-mal schneller ab, als das menschliche Auge in der Lage ist, sie zu erfassen. Große Arten erreichen hierbei eine Durchschlagskraft, die einer Pistolenkugel des Kalibers 22 entspricht. Man unterscheidet zwei verschiedene Gattungen von Heuschreckenkrebsen: „Speerer“ und „Schmetterer“.

Foto 1 Johnny: Lembeh Strait Nord - Sulawesi


Purpurfleck - Schmetterer ( Odontodactylus latirostris )

Maximale Länge: 8 cm

Häufig in Indonesien. Farbmuster des Schwanzfächeraußenteils distinkt, einem schwarzen Fleck folgt ein rosa Endsegment.

Foto 1 Johnny: Lembeh Strait Nord - Sulawesi